Million Dollar Baby
"Million Dollar Baby" ist ein Kinofilm, der unter die Haut geht. Clint Eastwoods 25. Film, bei dem er die Regie übernimmt, handelt von der Boxerin Maggie, die sehr ehrgeizig und mit allen Mitteln versucht, ganz nach oben zum Ruhm zu gelangen.
Maggie ist eine mittellose Kellnerin, die aus armen Verhältnissen stammt und deren Familie von Sozialhilfe lebt. Sie bittet Frankie, einen Boxtrainer, ihr zu helfen und sie zu trainieren. Dieser weigert sich jedoch anfangs, da er, wie der Rezipient später erfährt, ein traumatisches Erlebnis hinter sich hat. Er konnte einem seiner Schützlinge während eines Kampfes nicht mehr rechtzeitig helfen und dieser verlor dadurch auf einem Auge sein Augenlicht.
Als er einem Kampf beiwohnt, den Maggie unter einem anderen Manager führt und in dem sie auf Grund taktischer Mängel unterlegen ist, nimmt er sich schließlich doch ihrer an.
Im weiteren Verlauf des Filmes wird der sagenhafte Aufstieg der Boxerin beschrieben, der mit einem Kampf gegen die amtierende Boxweltmeisterin vervollständigt werden soll. Diese ist bekannt dafür, mit besonders aggressiven und unfairen Mitteln zu kämpfen.
Im Laufe dieses Kampfes erhält Maggie einen Schlag, der sie rücklinks auf ihren schon bereitgestellten Schemel stürzen lässt. Ab dieser Minute ist Maggie vom Hals an querschnittsgelähmt.
Das letzte Drittel des Filmes beschäftigt sich der gelähmten, zu Grunde gerichteten Frau. Sie hat alles verloren, was ihr lieb und teuer war. Ihre Familie hat es nur auf ihr Geld abgesehen und zeigt keinerlei Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Maggie verliert jeden Lebenswillen. Der einzige, der ihr treu zur Seite steht, ist Frankie, ihr Trainer. Ihn bittet sie schließlich, sie umzubringen, da ihr Leben für sie keinen Sinn mehr macht. Als er dieser Bitte nicht nachkommen will, versucht sie, sich die eigene Zunge abzubeißen - die einzige Möglichkeit, die ihr bleibt, sich selbst umzubringen. Allerdings wird sie vom Krankenhauspersonal aufgefunden und "gerettet".
Ein Film, der zu Beginn als ein Unterhaltungsfilm über das Boxen erschien, wandelt sich zu einem Drama, in dem viele grundlegende Themen und Fragen aufgeworfen werden.
Macht das Leben nach solch einem Schicksal noch Sinn? Ist es lebens-wert? Ist die aktive Sterbehilfe in Extremsituationen wie dieser legitim? Wie würde man selbst entscheiden, wäre man an Stelle von Frankie, der Vertrauensperson?