Max Schmeling - eine Legende
Max Schmeling gilt als Legende unter den deutschen Boxern. Noch heute, Jahre nach seinem Tod, gehört er zu den großen Persönlichkeiten Deutschlands.
Seine Karriere begann im Jahre 1924 in einem Kampf gegen Hans Czapp. Von diesem Zeitpunkt an, führte ihn sein Weg immer wieder nach New York, das damals den zentralen Ort des Profiboxens bildete. Seinen Weltmeistertitel erhielt er im Jahre 1930 in einem Kampf gegen Jack Sharkey, der wegen einer Regelwidrigkeit disqualifiziert wurde. Dieser Weltmeistertitel ist bis heute der einzige, der durch eine Disqualifikation seines Gegners erworben wurde.
Mit der Machtergreifung Hitlers mischte sich das NS-Regime im weiteren Verlauf stark in seine Karriere und sein Privatleben ein. Schmeling wurde aufgefordert sich von seiner tschechischen Frau und seinem jüdischen Manager zu trennen. Diesen Forderungen kam der Boxer jedoch nicht nach. Dafür überzeugte er die Amerikaner von der Teilnahme an den Olympischen Spielen, die die Regierung auf Grund des herrschenden Antisemitismus in Deutschland eigentlich boykottieren wollte.
Im Jahre 1936 führte Schmeling seinen berühmtesten Kampf, der in die Geschichte eingehen sollte. Er schlug den bisher unbesiegten Joe Louis. Die NS-Propaganda missbrauchte diesen Sieg als Beweismittel für die Überlegenheit der arischen Rasse.
Nach seiner Karriere ließ sich Schmeling gemeinsam mit seiner Frau in der Nähe von Hamburg nieder und Vertrieb Produkte aus dem Hause von Coca-Cola. Nebenbei engagierte er sich in vielen Dingen auf regionaler Ebene, z.B. durch die Unterstützung örtlicher Sportvereine.
Ihm zu Ehren wurde 1996 die Mehrzweck-Arena in Berlin neu eröffnet und nach ihm benannt.