Die Rocky Filme - Krafttraining bis zum Erfolg
Die Rocky Filme mit Sylvester Stallone gehören wohl mit zu den berühmtesten Filmen, die schon nach kurzer Zeit Kultstatus erreicht hatten. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus, dass insbesondere der erste Teil ein solch enormer Erfolg werden könnte. Stallone, der damals mittellos war, hatte 1975 einen Boxkampf mit Muhammad Ali gegen einen relativ unbekannten Gegner gesehen. Dieser schaffte es, entgegen der Annahme, dass er sowieso schnell k.o. gehen würde, bis zur 15. Runde. Im Kampfverlauf in der neunten Runde konnte er Muhammad Ali sogar einen Schlag verpassen, sodass dieser angezählt werden musste. Sein unbekannter Gegner Chuck Wepner wurde für kurze Zeit wie ein Held gefeiert und hatte Sylvester Stallone damit zum Drehbuch für Rocky inspiriert. Besonders, da Stallone gegen den Willen interessierter Filmproduzenten selbst die Hauptrolle spielen wollte, hätte er fast den ersten Rocky und somit alle weiteren fünf Teile vereitelt.
Rocky Balboa ist ein Boxer, der sich in den Armenvierteln von Philadelphia mehr schlecht als recht in drittklassigen Buden und Arenen durchboxt, als er mehr durch Glück vom Schwergewichts-Boxweltmeister Apollo Creed herausgefordert wird, weil dessen eigentlicher Gegner wegen einer Verletzung ausfällt. Natürlich erkennt Rocky seine große Chance, obwohl er nie wirklich an einen Sieg zu denken wagt. So beginnt er zusammen mit seinem Trainer Mickey Goldmill mit hartem Krafttraining und Muskelaufbau, um den Schaukampf so gut wie möglich zu nutzen, seinen eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Als es dann zum Kampf kommt, rechnen alle damit, dass Rocky bald in die Knie gehen würde, doch er schlägt sich tapfer und kämpft sich in die Herzen der Zuschauer. Deshalb geht er auch, obwohl Apollo den Kampf gewonnen hatte, als moralischer Gewinner aus dem Fight hervor.
So ähnlich ist dann auch das Erfolgsrezept der nächsten vier Rocky Teile aufgebaut. Zusätzlich verschlägt es ihn auch nach Russland, er kann nicht mit seinem schnellen Erfolg und dem vielen Geld umgehen. Doch wie man es auch drehen und wenden will, irgendwie ist es immer dasselbe: ein schwächelnder Rocky beginnt zu trainieren wie ein Wahnsinniger, um nach all dem harten Krafttraining erneut in Ring zu steigen und die Kämpfe immer mit einem persönlichen Happy End zu beenden. Im letzten Teil, der 2005/2006 gedreht wurde, war Sylvester Stallone schon fast 60 Jahre alt. Die Fans und das Publikum waren entsprechend skeptisch, doch hier können auch Sie sich durchaus davon überzeugen, dass Muskelaufbau auch in diesem Alter noch funktioniert. Somit wurde der angeblich letzte Teil ebenfalls ein voller Erfolg für den Italian Stallion, Sylvester Stallone.
Und wer meint, dass hiermit die Rocky-Geschichte ein Ende findet, der könnte damit durchaus falsch liegen. Es wird gemunkelt, dass die Story als Musical aufgeführt wird. Wer dann allerdings in der Rolle des Rocky auf der Bühne stehen soll, ist noch nicht bekannt.