The Fighter
Es gibt zahlreiche Kinofilme, in denen das Boxen eine zentrale Rolle spielt. Neben "Million Dollar Baby" gibt es nun einen weiteren Film, der bei der diesjährigen Oscarverleihung 2011 gleich zwei Oscars absahnte und für weitere fünf nominiert war - "The Fighter".
Der Film erzählt die Geschichte des Aufstiegs von Micky Ward, der Boxlegende, der 1996 seinen ersten Titel gewann. Das Hauptaugenmerk beruht auf der beengenden Familienkonstellation, in der sich Micky befindet. Er ist den Fängen seiner Mutter, die es sich zur Aufgabe macht hat, ihn zu managen, und vor allem seinem Halbbruder Dicky, der selbst einmal geboxt hat, später allerdings auf die schiefe Bahn geriet und sein Leben nun mehr in einer Crackhöhle zubringt, ausgeliefert. Dicky hat sich in den Kopf gesetzt seinen kleinen Bruder zu trainieren, da er selbst sich nach wie vor für den großen Meister hält und sich in einem fort damit rühmt, gegen die große Boxlegende Sugar Ray gesiegt zu haben. Er lässt sich in seinem Heimatort Lowell daher auch gerne immer noch als Held feiern.
Micky droht, gefangen in den familiären Strukturen, die ihm aufgezwungen werden, unterzugehen. Der Bruder und die Mutter beschaffen ihm nur aussichtslose Wettkämpfe, so dass Micky selbst den Glauben an sich verliert und nahe daran ist sich und seinen Sport aufzugeben. Erst als es ihm mit Hilfe seiner neuen Freundin Charlene, die es schafft seinen Glauben an sich selbst wieder zu wecken, gelingt, sich von seiner Familie loszueisen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen, feiert er wieder Erfolge im Boxen. Mit diesem neuen Selbstvertrauen kann er auch seiner Familie wieder neu begegnen und diesmal als starker und eigenständiger Mann, nicht mehr nur als das Abbild seines Bruders, angenommen und akzeptiert werden.